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Beruflicher Neustart mit Kind: Jobs nach der Elternzeit

4 Min

April 14, 2024 - 12:00 AM

Nach der Elternzeit steht eine wichtige Entscheidung an: zurück in den alten Job oder lieber gleich eine neue Herausforderung? Der Neuanfang als arbeitende Mutter oder Vater sollte gut überlegt sein und sowohl die langfristigen beruflichen Ziele als auch die persönlichen Prioritäten unterstützen. Wir helfen dir dabei, den passenden Einstieg für das Arbeiten nach der Elternzeit zu finden.

Kommt ein Kind zur Welt, wirbelt es das Leben erstmal komplett durcheinander. Egal, ob erstes oder drittes Kind, die Uhren laufen in der ersten Zeit nach dem Schnuller und der neuen Logistik. Nach einigen Monaten hast du dich an deine neue Rolle gewöhnt, es kehrt eine Routine ein und du berätst mit deiner Familie, wie es nach der Elternzeit beruflich weitergeht.

Denn egal, ob du nur einige Wochen oder Jahre in Elternzeit warst: Du kehrst als eine andere Person mit neuen Anforderungen an deinen Arbeitsplatz zurück. Aber wie sehen die Möglichkeiten für zurückkehrende Eltern aus? Wichtig ist: Nimm dir Zeit und überlege dir, welcher Weg der richtige für diesen neuen Lebensabschnitt ist. Wir geben Tipps für den Einstieg in das Arbeiten nach der Elternzeit und stellen dir verschiedene Joboptionen vor.

 

Wiedereinstieg in den alten Job:

Die Rückkehr an den alten Arbeitsplatz ist sicher die unkomplizierteste Variante nach der Elternzeit. Allerdings solltest du dich auch hier vorbereiten, da sich während deiner Abwesenheit sowohl deine als auch die Ansprüche des Unternehmens verändert haben könnten. Mit diesen Tipps startest du bestens vorbereitet in deinen alten Job.

  • Flexibel bleiben:
  • Ein Wiedereinstieg in deinen alten Job mit den gleichen Aufgaben ist vielleicht mit Kind nicht immer möglich. Viele frisch gebackene Mütter und Väter wollen mehr Zeit mit dem Kind verbringen und dazu passen die alten Arbeitszeiten nicht mehr. Gesetzlich steht dir ein Arbeitsplatz in deiner alten Firma zu. Neue Aufgaben oder eine neue Rolle sollte in den wesentlichen Punkten dem entsprechen, was im Arbeitsvertrag vereinbart wurde. Dies gilt besonders für das Gehalt.

  • Vorausschauende Planung:
  • Wie soll dein Arbeitsverhältnis nach der Rückkehr aussehen? Denke rechtzeitig darüber nach, wie und in welchem Umfang du zukünftig arbeiten möchtest. Ein frühzeitiges Gespräch mit dem Chef führt oft zu attraktiveren Angeboten. Daher lohnt es sich im Vorhinein abzuklären, welche internen Möglichkeiten es für dich gibt.

  • Kontakte pflegen!
  • Erleichtere dir deinen Wiedereinstieg, indem du mit deinen Kolleg:innen in Verbindung bleibst. So bleibst du ein Teil des Teams und bekommst Entwicklungen und Veränderungen mit, von denen du sonst nichts erfahren hättest. Durch den Kontakt weißt du bei deiner Rückkehr bereits, worauf du fich einstellen musst.

    Neustart in eine spannende Herausforderung

    Ob ein, zwei oder drei Jahre – die Elternzeit ist schnell vorbei. Fange deshalb frühzeitig an, nach passenden Jobs Ausschau zu halten, wenn du dich beruflich neu orientieren möchtest. Wer sucht was? Wie sind die Konditionen und Gehaltsvorstellungen? Weitere Tipps zur Jobsuche findest du in unserem Themenschwerpunkt.

  • Weiterbildung:
  • Abgesehen davon, dass eine Weiterbildung in deinem Lebenslauf immer gut aussieht, sendet sie ein starkes Signal an den neuen Arbeitgeber. Wer sein Wissen auffrischt bzw. neue Fähigkeiten erwirbt, erleichtert sich den Einstieg ins Berufsleben. Dank diverser Onlineangebote stehen dir viele Möglichkeiten offen.

  • Lebenslauf und Co. aufpeppen:
  • Wie wäre es mit einem neuen Foto oder einem aktuellen Kurzprofil? Nutze die Elternzeit, um deine Bewerbungsunterlagen auf den neuesten Stand zu bringen.

    Wie wirkt sich ein Nebenjob auf das Elterngeld aus?

    Mit Nachwuchs wird das Glück größer, aber oft gleichzeitig das Budget kleiner. Viele Mütter oder Väter erwägen deswegen auch ein Arbeiten während der Elternzeit. Es gibt verschiedene Arbeitsmodelle, die sich mit der Elternzeit oder dem Elterngeld vereinbaren lassen.

  • Basis-Elterngeld ohne Nebenjob:
  • Bis zu 14 Monate nach der Geburt kannst du oder dein:e Partner:in das Basis-Elterngeld beziehen. Es beträgt 65 Prozent des vorherigen Nettoeinkommens.

    Rechenbeispiel: Hat eine Mutter vor der Geburt 1.400 Euro netto verdient, bekommt sie mit dem Basis-Elterngeld 910 Euro monatlich, wenn sie nicht arbeiten geht.

  • Basis-Elterngeld mit Nebenjob:
  • Ein Minijob oder Teilzeitjob während der Elternzeit ist erlaubt, lohnt sich aber nicht immer, da der Verdienst auf das Basis-Elterngeld angerechnet wird. Erlaubt ist eine Tätigkeit, in der du nicht mehr als 30 Stunden pro Woche arbeitest.

    Rechenbeispiel: Das ursprüngliche Nettoeinkommen beträgt 1.400 Euro und das Gehalt aus Teilzeitjob 560 Euro. Von den 1.400 Euro werden die 560 Euro abgezogen, das ist die neue Berechnungsgrundlage für das Basis-Elterngeld, also 65 Prozent von 840 Euro. Durch das Teilzeitgehalt verringert sich das Basis-Elterngeld auf 546 Euro. Mit deinem Einkommen aus dem Teilzeitjob stehen dir also monatlich 1.106 Euro zur Verfügung.

  • ElterngeldPlus und in Teilzeit arbeiten:
  • ElterngeldPlus ist eine weitere Möglichkeit, die Eltern in Anspruch nehmen können. In diesem Modell kann der Bezug des Elterngeldes auf bis zu 32 Monate nach der Geburt verlängert werden. Du erhältst allerdings weniger Geld pro Monat, rund die Hälfte des normalen Basis-Elterngeldes. Da die Anspruchsdauer doppelt so lang ist, entstehen dir keine finanziellen Nachteile. Für Eltern, die schnell nach der Geburt wieder arbeiten möchten, gibt es außerdem einen entscheidenden Vorteil: Das Gehalt eines Teilzeitjobs wird nicht angerechnet.

    Rechenbeispiel: Monatliches Nettoeinkommen vor der Geburt beträgt 1.400 Euro. ElterngeldPlus: 50 Prozent des Basis-Elterngeldes, also 455 Euro. Hinzu kommt der Teilzeitverdienst von 560 Euro. Insgesamt stehen dir 1.015 Euro pro Monat zur Verfügung. Das ist zwar etwas weniger, als mit dem Basis-Elterngeld, dafür wird dir das ElterngeldPlus doppelt so lange bezahlt.

  • Partnerschaftsbonus:
  • Falls sich beide Eltern dafür entscheiden, ihre Arbeitszeit nach der Geburt für einen gewissen Zeitraum zu reduzieren und beide gleichzeitig 4 Monate in Teilzeit arbeiten, bekommen sie 4 Monate ElterngeldPlus geschenkt. Besonders beliebt ist der Partnerschaftsbonus bei Vätern. Es festigt eine partnerschaftliche Aufteilung der Kinderbetreuung zwischen den Eltern. Basiselterngeld, ElterngeldPlus oder Partnerschaftsbonus, das Bundesministerium für Familie  bringt dich hierzu auf den neuesten Stand.

    Elterngeld und Teilzeitjob Überblick

    Nettogehalt vor Geburt

    Basis-Elterngeld

    ElterngeldPlus

    Teilzeit-Gehalt

    Bezugszeitraum

    Summe

    1.400 €

    910 €

    /

    /

    bis zu 14 Monate

    910 €

    1.400 €

    546 Euro €

    /

    560 €

    bis zu 14 Monate

    1.106 €

    1.400 €

    /

    455 €

    560 €

    bis zu 32 Monate

    1.015 €

     

    Der Blick in die Zukunft

    Wenn du nach der Elternzeit einen neuen Job anfangen möchtest, aber unsicher bist, wie du den richtigen Job für dich findest: Zeitarbeitsunternehmen wie Adecco verhelfen vielen zu einem Job nach der Babypause. Die Vielfalt der Jobangebote ermöglicht es frisch gebackenen Müttern und Vätern, sich auf dem Markt umzusehen, berufliche Erfahrungen zu sammeln und sowohl unterschiedliche Branchen als auch Berufe kennenzulernen. Lies hier mehr über die Vorteile der Zeitarbeit.

    Flexible Arbeitszeiten sind ein häufiger Wunsch von Eltern. Zunehmend werden Arbeitsplätze angeboten, die diesem entgegenkommen. Entdecke hier, was für dich vielleicht infrage kommt: Welcher Job ist der richtige für mich? Ob Teilzeit, Gleitzeit, Schichtarbeit oder Homeoffice: Im digitalen Zeitalter sind die Möglichkeiten vielfältig. Falls du nach der Elternzeit eine neue Herausforderung suchst, stöbere durch unsere Jobangebote. Wir sind auch persönlich für dich in einer Niederlassung in deiner er Nähe da und beraten dich gerne.