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Staff Circle: Wie Adecco gezielt auf Kundenbedürfnisse reagiert

4 min

March 24, 2026 - 8:46 AM

Mitarbeiter zieht Ware auf einer Ameise

Warum ein neues Betreuungsmodell Unternehmen den Einstieg in professionelles Workforce-Management erleichtert: Ein Interview mit Corinna Bachmann (Branch Manager, Kierspe) und Frank Nühlen (Regional Manager West).

Viele Unternehmen im produzierenden Gewerbe kennen das Dilemma: Der Bedarf an flexiblem Personal ist hoch, die Fluktuation unter Zeitarbeitskräften belastet die Stammbelegschaft, und das Onboarding neuer Mitarbeitender kostet wertvolle Zeit und Ressourcen. Gleichzeitig scheuen sich viele Betriebe davor, ein umfassendes Onsite- oder Master-Vendor-Modell zu implementieren – die Einstiegshürde wirkt schlicht zu hoch. Genau hier setzt der „Adecco Staff Circle“ an: ein neues Betreuungskonzept, das in der Region West entwickelt wurde und Unternehmen einen niedrigschwelligen, aber wirkungsvollen Einstieg in professionelles Workforce-Management bietet. Im Kern steht ein dedizierter Staff Manager, der vor Ort die vollständige Betreuung der eingesetzten Mitarbeitenden übernimmt – vom Onboarding über Weiterqualifizierung bis hin zum Gesundheitsmanagement. Im Interview berichten Corinna Bachmann, Branch Manager in Kierspe, und Frank Nühlen, Regional Manager West, wie das Konzept aus dem aktiven Zuhören auf Kundenbedürfnisse entstanden ist, welche Ergebnisse es in der Praxis erzielt und warum es ein Modell mit Zukunft ist.

Die Idee: Vom Kundenbedürfnis zum Konzept

Wie ist die Idee zum Konzept „Staff Circle“ entstanden – und welches Kundenbedürfnis stand dabei im Vordergrund?

Corinna Bachmann: Im Rahmen unserer Akquise und in Gesprächen mit Bestandskunden sind wir immer wieder mit denselben Herausforderungen konfrontiert worden: hohe Fluktuation bei Zeitarbeitskräften, eine daraus resultierende starke Belastung der Stammbelegschaft durch wiederkehrende Einarbeitungsphasen und nicht zuletzt kritische Bewertungen auf Arbeitgeberportalen, die auf Verbesserungsbedarf hinweisen. Es wurde deutlich, dass Unternehmen eine Lösung brauchen, die genau an diesen Schmerzpunkten ansetzt – schnell, unkompliziert und mit echtem Fokus auf die Mitarbeitenden vor Ort.

Was genau unterscheidet den Staff Circle vom klassischen Onsite- oder Master-Vendor-Modell?

Frank Nühlen: Der entscheidende Unterschied liegt in der Einfachheit und Schnelligkeit der Umsetzung. Der Staff Circle ist von Tag eins auf die individuelle Struktur und die konkreten Bedarfe des Kunden ausgerichtet – mit einem klaren Fokus auf die persönliche Betreuung der Mitarbeitenden. Anders als bei klassischen Onsite-Lösungen braucht es kein separates Büro beim Kunden, keinen Eingriff in die bestehende IT-Infrastruktur und keinen langwierigen Implementierungsprozess. So können Unternehmen sich Schritt für Schritt an ein professionelles Betreuungsmodell herantasten, ohne sich direkt für ein umfassendes Master-Vendor-Setup entscheiden zu müssen.

Warum ist gerade jetzt der richtige Zeitpunkt für dieses Modell?

Corinna Bachmann: Individualität ist gefragter denn je. In einem Markt, der von Fachkräftemangel und hoher Wechselbereitschaft geprägt ist, entscheiden Verbindlichkeit und Beständigkeit über den Erfolg einer Zusammenarbeit. Unternehmen suchen Partner, die nicht mit Standardlösungen kommen, sondern ihre spezifischen Herausforderungen verstehen und gezielt darauf eingehen. Der Staff Circle trifft genau diesen Nerv.

Die strategische Perspektive: Frank Nühlen, Regional Manager West

Was hat Sie als Regional Manager West überzeugt, das Konzept aktiv voranzutreiben?

Frank Nühlen: Der hohe Bedarf nach individuellen Lösungen. Unsere Kunden wünschen sich eine einfache und unkomplizierte Umsetzung, eine klare Kommunikationslinie und vor allem Verlässlichkeit in den Prozessen. Der Staff Circle liefert genau das – und lindert von Tag eins die häufigsten Schmerzpunkte. Wir verstehen uns bei Adecco als Problemlöser. Komplizierte Prozesse und fehlende Zuständigkeiten führen in vielen Unternehmen zu Ineffizienz und letztlich zu Frustration – auf beiden Seiten. Der Staff Circle schafft Klarheit und Struktur. Das Ergebnis: eine starke Kundenbindung und hohe Mitarbeitendenzufriedenheit, die in der Folge auch Planbarkeit und Berechenbarkeit in der Personalplanung und in Budgetprozessen ermöglichen.

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Welche Rolle spielt Kundenzentrierung und aktives Zuhören bei der Entwicklung solcher Lösungen?

Frank Nühlen: Eine zentrale Rolle. Jedes Unternehmen und jeder Ansprechpartner hat hoch individuelle Beweggründe, Personalunterstützung anzufragen. Zuhören und entsprechend handeln – das macht den Unterschied. Für uns bedeutet Vertrieb nicht, ein fertiges Produkt zu verkaufen, sondern kreativ zu sein, auf Augenhöhe partnerschaftlich zu agieren und gemeinsam die beste Lösung zu entwickeln. Der Staff Circle ist dafür das beste Beispiel: Er ist aus dem Dialog mit unseren Kunden heraus entstanden und lässt sich schnell umsetzen.

Zitatgeber Frank Nühlen

 

Frank Nühlen
Regional Manager West
Adecco

Wie ordnet sich der Staff Circle in die übergeordnete Strategie von Adecco ein?

Frank Nühlen: Im Kern geht es darum, gegenseitiges Vertrauen aufzubauen. Voneinander und miteinander lernen, um gemeinsam besser zu werden – das ist die Basis für jede langfristig erfolgreiche Zusammenarbeit. Der Staff Circle verkörpert genau diese Philosophie: Er schafft Nähe zum Kunden und ermöglicht Flexibilität, ohne Komplexität hinzuzufügen.

Welche Potenziale sehen Sie für die Zukunft des Onsite-Geschäfts – regional oder sogar bundesweit?

Frank Nühlen: Mich reizt der hohe Grad der Individualität – darin sehe ich den Schlüssel zum Erfolg. Der Ansatz lautet: Zuhören, Ideen entwickeln, testen, anwenden und gemeinsam stärker werden. Wer mutig genug ist, einen Veränderungsprozess anzustoßen, kann mit dem Staff Circle eine echte Differenzierung schaffen. Das Potenzial ist aus meiner Sicht nicht auf die Region West beschränkt.

Die operative Perspektive: Corinna Bachmann, Branch Manager Kierspe

Wie sieht der Staff Circle in der täglichen Praxis aus?

Corinna Bachmann: Der Staff Circle ist konsequent an den jeweiligen Bedarfen des Kunden ausgerichtet. Im Zentrum steht der Staff Manager, der als fester Ansprechpartner vor Ort das Onboarding, die Einarbeitung, das Upskilling sowie die gesamte Einsatzkoordination und Kommunikation verantwortet. Die persönliche Betreuung der Mitarbeitenden ist dabei der Schlüssel zum Erfolg. Der Staff Manager fungiert als verlängerter Arm des Kunden und sorgt dafür, dass alle Prozesse reibungslos laufen.

Was sind die typischen Aufgaben des Staff Managers, wenn kein separates Büro beim Kunden vorhanden ist?

Corinna Bachmann: Der Staff Manager ist die zentrale Schnittstelle zum Kunden. Zu den Kernaufgaben gehören die Anwesenheitskontrolle, das strukturierte Onboarding neuer Kräfte, das Upskilling – also die gezielte Weiterqualifizierung – sowie die Betreuung der persönlichen Bedürfnisse der Mitarbeitenden. All das funktioniert auch ohne eigenes Büro, weil es in erster Linie um Präsenz, Kommunikation und Beziehungspflege geht.

Wie reagieren Kunden und Mitarbeitende auf dieses Modell?

Corinna Bachmann: Sehr positiv. Die Kunden lassen sich deutlich leichter auf diese Lösung ein als auf klassische Onsite-Modelle – vor allem, weil die Umsetzung schnell und unkompliziert ist, kein Eingriff in die hauseigene Software nötig ist und kein eigenes Büro vor Ort bereitgestellt werden muss. Die Einstiegshürde ist damit wesentlich niedriger, und der Mehrwert zeigt sich vom ersten Tag an.

Welche Erfolgsfaktoren sehen Sie – und wo gibt es noch Herausforderungen?

Corinna Bachmann: Die Ergebnisse sprechen für sich: Die Fluktuation sinkt erheblich, der Wissensstand der eingesetzten Mitarbeitenden verbessert sich kontinuierlich, die Reklamationsquote geht zurück und das Image des Kunden als Arbeitgeber profitiert ebenfalls. Durch das gezielte Upskilling können Mitarbeitende an verschiedenen Stellen in der Produktion eingesetzt werden, was die Personalplanung für den Kunden deutlich planbarer macht. Die größte Herausforderung bleibt, die Balance zwischen Stammmannschaft und flexiblen Springern zu halten. Das erfordert eine enge Abstimmung und ein gutes Gespür für die Dynamik beim Kunden

Ergebnisse und Ausblick

Gibt es bereits konkrete Erfolge oder Erfahrungswerte, die Sie teilen können?

Corinna Bachmann: Absolut. Wir haben bereits vier Staff Circles erfolgreich umgesetzt – in ganz unterschiedlichen Branchen und Größenordnungen: einen mit 70 Mitarbeitenden in der Kunststoffindustrie, zwei in der Getränkeindustrie mit 35 bzw. 60 Mitarbeitenden und aktuell einen mit 25 Mitarbeitenden im Bereich Lager, Logistik und Kommissionierung. Jeder einzelne Einsatz hat gezeigt, dass das Modell branchenübergreifend funktioniert und skalierbar ist.

Wie planen Sie, das Modell in der Region weiterzuentwickeln?

Frank Nühlen: Wir arbeiten aktuell an mehreren Hebeln gleichzeitig: Zunächst entwickeln wir einen Flyer, der das Konzept für Kunden greifbar macht. Darüber hinaus nutzen wir gezielt Social Media – unter anderem mit kurzen Erklärvideos –, um den Staff Circle nach außen sichtbar zu machen. Gleichzeitig bewerben wir das Modell intern, damit es als eigenständiges Produkt wahrgenommen wird und Kolleginnen und Kollegen in anderen Regionen es ebenfalls einsetzen können.

Welchen Tipp geben Sie Kolleginnen und Kollegen, die ähnliche innovative Modelle testen möchten?

Corinna Bachmann: Machen und dranbleiben. Marketing nutzen, um das Konzept bekannt zu machen. Und vor allem: mit dem Kunden reden. Fragen Sie, was er wirklich braucht, und finden Sie heraus, wo sein Schmerz liegt. Innovation entsteht nicht am Schreibtisch, sondern im Dialog.

Fazit: Näher am Kunden, näher am Erfolg

Der Adecco Staff Circle zeigt, was möglich ist, wenn Vertrieb nicht als reiner Produktverkauf verstanden wird, sondern als partnerschaftlicher Dialog auf Augenhöhe. Entstanden aus dem Zuhören auf echte Kundenbedürfnisse, bietet das Modell Unternehmen einen pragmatischen, niedrigschwelligen Einstieg in professionelle Mitarbeitendenbetreuung vor Ort – mit messbaren Ergebnissen: weniger Fluktuation, besserer Wissensstand, höhere Planbarkeit und zufriedenere Mitarbeitende auf beiden Seiten.

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Oder, wie es Corinna Bachmann auf den Punkt bringt:

Staff Circle ist Ihr Geheimrezept für flüssige Arbeitsabläufe und funktionierende Schichten – weil zufriedenes Personal auf beiden Seiten den Unterschied macht.

Zitatgeberin Corinna Bachmann

 

Corinna Bachmann
Branch Manager in Kierspe
Adecco