Von der Selbständigkeit ins Angestelltenverhältnis
Wir zeigen dir, welche Vorteile das Angestelltenverhältnis mit sich bringt und was du beachten musst.
Vorteile mit Adecco Tipps für den Wechsel Selbständigkeit aufgeben?
Gründe für einen Wechsel von der Selbständigkeit ins Angestelltenverhältnis
Selbständige können verschiedene Gründe haben, ein Angestelltenverhältnis zu erwägen. Ein häufiger Faktor ist der Wunsch nach mehr Stabilität und Sicherheit. Selbständige tragen oft ein hohes finanzielles Risiko und haben mit unregelmäßigen Einkommen zu kämpfen, was zu Unsicherheit führen kann. Der Druck, ständig neue Kunden zu akquirieren und den Geschäftserfolg aufrechtzuerhalten, kann zudem zu einem hohen Stresslevel führen. Ein weiterer Grund ist die Sehnsucht nach geregelten Arbeitszeiten und einer ausgewogenen Work-Life-Balance. Selbständige tragen viel Verantwortung und müssen meist mit einem hohen Arbeitsdruck klarkommen. Manche Selbständige entscheiden sich für eine Festanstellung, um sich wieder verstärkt auf ihre fachlichen Fähigkeiten konzentrieren zu können, ohne sich mit den zusätzlichen Herausforderungen der Unternehmensführung auseinandersetzen zu müssen. Auch der Wunsch, wieder in die gesetzliche Krankenversicherung aufgenommen zu werden, kann ein Grund für das Anstreben einer Festanstellung sein.
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Wie gelingt ein reibungsloser Wechsel von der Selbständigkeit in die Festanstellung?
Nachdem du dir bewusst gemacht hast, dass du wieder bei einem Unternehmen angestellt sein möchtest, folgen die nächsten Schritte. Zunächst einmal: Sieh deinen Plan als strategische Entscheidung für die eigene berufliche Zufriedenheit. Suche nach Stellen, die dich interessieren. Parallel dazu solltest du Kundenreferenzen einholen, für die du tätig warst – eine Einschätzung von außen macht sich im Vorstellungsgespräch gut. Als Nächstes gilt es, dein Bewerbungsanschreiben sowie deinen Lebenslauf zu aktualisieren. Wenn du zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wirst, sei im Interview authentisch und erkläre deine Situation ehrlich. Viele Arbeitgeber wissen, dass Selbständige viel Erfahrung mitbringen, von dem das Unternehmen profitieren kann. Vor dem Gespräch solltest du dich zudem vorab über die Gehaltsspanne informieren, die für den konkreten Job und deine Berufserfahrung realistisch ist. Abschließend gilt: Je besser du dich vorbereitest, desto mehr Eindruck wirst du bei deinem potenziellen zukünftigen Arbeitgeber hinterlassen.
Jobs in Festanstellung anzeigenTipps für einen gelungenen Wechsel
- Mutig sein: Stehe zu deiner Entscheidung. Wenn es mehr Pro- als Kontra-Argumente für einen Wechsel gibt, solltest du den Schritt wagen. Erläutere im Vorstellungsgespräch ehrlich deine Situation und deine Wünsche.
- Realistische Gehaltsvorstellungen haben: Im Angestelltenverhältnis wirst du nicht dasselbe verdienen wie in deiner Zeit als Selbständiger. Dafür hast du aber auch weniger Kosten. Informiere dich vorab, welche Gehaltsspanne bei deiner Berufserfahrung realistisch ist.
- Kundenreferenzen einholen: Damit du im Vorstellungsgespräch etwas vorzeigen kannst, gehe auf (Ex-)Kunden zu und frage nach einer Referenz. Damit zeigst du deinem neuen Arbeitgeber, dass sie mit deiner Arbeit zufrieden waren.
Was kostet die Selbständigkeit?
Mit der Selbständigkeit gehen diverse Kosten einher, die du im Angestelltenverhältnis nicht tragen musst. Neben der Krankenversicherung, die du als Selbständige:r zu 100% selbst zahlst, kommen diverse Versicherungen, Reisekosten, Mietkosten und ggf. Marketingkosten auf dich zu. Pro Monat können dies einige hundert bis hin zu tausenden Euro sein. Du solltest daher gut kalkulieren, ob du alle diese Kosten mit deinem Umsatz decken kannst. Natürlich kommen außerdem die Gehälter deiner Angestellten hinzu, falls du welche hast. Außerdem solltest du einen Teil deines Gewinns für die Steuern zurücklegen. Denn auch Selbstständige können nicht ihren gesamten Gewinn behalten. Wenn du bereits länger selbstständig bist, leistest du alle drei Monate eine Vorauszahlung der Steuern, so dass du das Geld nicht bis zum Ende des Jahres vorhalten musst. Für Freelancer:innen gibt es Faustformeln, um den Preis für ihre Leistungen festzulegen: Du solltest etwa 1% deines heutigen Jahresbruttoeinkommen als Tagessatz haben, um auf etwa dasselbe Nettogehalt zu kommen. Bei einem Jahresgehalt von 32.000 Euro brutto ergibt sich somit ein Tagessatz von 320 Euro. Ab wann sich Selbständigkeit lohnt, hängt von deinen individuellen Zielen ab. Definiere eine Netto-Untergrenze für dich, die du jeden Monat erreichen möchten. Wenn du mit diesem Geld deine laufenden Kosten decken kannst und darüber hinaus noch Geld zum Leben hast, könnte man sagen, dass sich deine Selbständigkeit sich für dich lohnt.


Selbständigkeit aufgeben – ganz oder teilweise
Wenn du deine Selbständigkeit aufgeben möchtest, solltest du verschiedene Dinge beachten. Zunächst einmal musst du dich entscheiden, ob du deinen Betrieb oder dein Freelancertum beenden oder ruhen lassen möchtest. Falls du jetzt einen Job in Festanstellung beginnen und deine Selbständigkeit gegebenenfalls künftig nochmal aufnehmen möchtest, empfiehlt es sich, falls möglich den Betrieb temporär zu pausieren. Wenn du dir jedoch sicher bist, dass du deine Firma nicht wieder aufnehmen möchtest, empfiehlt sich eine Betriebsaufgabe. In beiden Fällen solltest du deine Entscheidung dem Finanzamt mitteilen und dein Gewerbe abmelden bzw. pasuieren. Freiberufler:innen sollten ihren Gewerbeschein ebenfalls abmelden bzw. pausieren.
Außerdem solltest du eine Schlussbilanz erstellen und jegliche Verträge kündigen: Mietverträge, Arbeitsverträge, Lieferverträge usw. Am besten hast du auch schon einen Plan für danach: Entweder einen Job in Aussicht oder du planst vielleicht eine längere Reise. Falls du noch nach einer neuen Arbeit suchst und als Selbstständiger mindestens 12 Monate freiwillig in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt hast, kannst du dich auch bei der Bundesagentur für Arbeit arbeitslos melden und Arbeitslosengeld beziehen.
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