Lebenslauf erstellen
15 Minuten
November 27, 2025 - 8:00 AM
Ob Berufseinsteigerin, Quereinsteiger oder jemand mit praktischer Arbeitserfahrung – heutzutage ist der tabellarische Lebenslauf der Standard bei Bewerbungen. Er wird in verschiedene Abschnitte wie „Persönliche Daten“, „Praktische Erfahrungen“ oder „Besondere Kenntnisse“ gegliedert und mit den jeweiligen Zeitangaben ergänzt. Wichtig ist, dass man auch praktische Tätigkeiten (z. B. das Organisieren einer Familie mit Kindern), Aushilfsjobs, ehrenamtliche Arbeit oder besondere Fähigkeiten erwähnt, denn diese zeigen Engagement und Belastbarkeit. Keine Sorge – wir gehen die einzelnen Schritte durch und erklären, worauf man beim Erstellen eines Lebenslaufs für ungelernte Arbeitskräfte achten sollte.
Das Anschreiben ist Ihre Gelegenheit, den Arbeitgeber gleich zu Beginn zu überzeugen. Die Form ist zwar vorgegeben, doch den Inhalt kannst du weitgehend selbst bestimmen. So hast du die Möglichkeit, Punkte hervorzuheben, die du über dich erzählen willst. Nutze diese Chance, um deine Persönlichkeit zu zeigen.
Mach dich bereit, wir gehen Schritt für Schritt durch die Anleitung:
ÜBERSCHRIFT
Wähle in deinem Lebenslauf eine klare Überschrift, am besten schlicht den vollständigen Namen oder «Lebenslauf». Das kann durch grössere Schrift, Fettdruck oder eine andere Farbe zusätzlich noch hervorgehoben werden.
1. KONTAKTDATEN
Der erste Bereich enthält deine persönlichen Daten. Achte darauf, dass diese Informationen aktuell und korrekt sind, damit man dich auch wirklich erreichen kann:
- Vollständiger Vor- und Nachname
- Adresse
- Telefonnummer
- E-Mail-Adresse (eine seriöse E-Mail-Adresse ohne Kosenamen oder ähnliches)
- Geburtstag und Geburtsort (optional) Staatsbürgerschaft (optional)
2. BEWERBUNGSFOTO (FREIWILLIG)
Ein Bewerbungsfoto ist heutzutage kein Muss mehr und gehört zu den freiwilligen Angaben. Allerdings macht es den Lebenslauf persönlicher und gibt ein umfassenderes Bild von dir als Person. Zudem gibt es viele PersonalentscheiderInnen, die ein Bewerbungsfoto immer noch gerne sehen. Wenn du ein Foto von dir beifügst, dann beachte folgendes:
- Frontale Ansicht von Gesicht und einem Teil des Oberkörpers
- Freundlicher und aufgeschlossener Blick
- Neutraler Hintergrund
- Kleidung sollte zum Job/Branche passen
- Professioneller Eindruck
3. KURZPROFIL (FREIWILLIG)
Ein sogenanntes Kurzprofil, ist eine gute Möglichkeit deinem Lebenslauf etwas mehr Inhalt zu geben und ihm gleichzeitig eine persönliche Note zu verleihen. Beschreibe in wenigen Sätzen, aus der Ich-Perspektive, wer du bist, was dich motiviert und was deine Ziele sind.
4. SCHULBILDUNG
In diesem Abschnitt hinterlegt man alle wichtigen Schritte der Schullaufbahn. Die einzelnen Etappen werden antichronologisch sortiert, d.h. die oberste Angabe ist die aktuelle und der letzte Punkt ist der, der zeitlich am weitesten zurückliegt, also deine ersten Schuljahre. In die linke Spalte kommt der Zeitraum, indem die Schule besucht wurde und in der rechten Spalte folgen dann Angaben wie:
- Name der Schule
- (voraussichtlicher) Abschluss
- Ort
- Stichwort Zeugnis/Noten: Hier zählen vor allem die Schuljahre nach deinem 12. Lebensjahr
- Falls vorhanden: Wahlfächer und besondere Projekte
5. BERUFSERFAHRUNG / PRAKTISCHE ERFAHRUNG
Hier gehst du genau gleich vor wie im Bereich Schulbildung: liste deine Berufserfahrungen auf, also, wo und wie lange du an einer Arbeitsstelle gearbeitet hast. Hier ist auch der Platz um Praktika, ehrenamtliche Tätigkeiten, Ferienjobs, Aushilfstätigkeiten usw. aufzulisten.
TIPP: Lücken erklären (Z.B. Kinderpause, Krankheit, Auslandaufenthalt)
6. BESONDERE KENNTNISSE
Liste alle Fähigkeiten oder Qualifikationen auf, die für die angestrebte Position wichtig sein könnten und gib auch an, auf welchem Niveau du sie beherrschst. Hierzu können zählen:
- Sprachkenntnisse
- Computerkenntnisse (z. B. MS Office, Programmiersprachen, Videobearbeitung)
- Soft Skills (z. B. Organisationstalent durch die Mitarbeit in einem Verein, Verantwortungsbewusstsein durch die Klassensprecherposition)
An dieser Stelle kannst du auch grafische Elemente nutzen, um den Lebenslauf aufzulockern und etwas moderner zu gestalten. Dabei wird die Ausprägung der jeweiligen Fähigkeit auf einer 1-bis-5-Punkte-Skala angegeben. Allerdings sollte weder die Lesbarkeit noch die Übersicht verloren gehen.
7. INTERESSEN UND HOBBIES
In diesem Abschnitt kannst du deine Interessen und Hobbys aufführen, um das Gesamtbild abzurunden. Im Idealfall passen einige der Hobbys zur Stelle, aber du kannst natürlich auch andere Interessen aufführen. Dieser Abschnitt gehört ebenfalls zu den freiwilligen Angaben, d. h. du bist nicht verpflichtet ihn in deinen Lebenslauf zu integrieren: Hier einige Beispiele:
- Sport (Fussball, Hockey, Ballett)
- Kreative Hobbys (Fotografieren, Bloggen, Instrument spielen)
- Handwerkliche Interessen (PCs zusammenbauen, Fahrräder reparieren)
TIPP: Achte darauf, dass dein Lebenslauf übersichtlich und strukturiert ist. Die folgenden Punkte machen deinen Lebenslauf gut lesenswert und besonders:
- Eine Auflistung in Stichpunkten
- Präzise Überschriften
- Ganz wichtig: eine gut lesbare Schriftart und Schriftgrösse
- Ein No go sind Fehler in der Grammatik und Rechtschreibung
- Zögere nicht, Hilfe zu beanspruchen, lass deinen Lebenslauf von einer zweiten Person überprüfen.
Wer es sich ein bisschen einfacher machen möchte, kann auch unsere CV-Templates zum Herunterladen nutzen oder direkt zu unserem KI-unterstützten «CV-Maker» gehen.
