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Office-Jobs im Wandel mit KI

15 Minuten

October 24, 2025 - 12:46 PM


Mitarbeitende arbeiten gemeinsam in einem modernen Grossraumbüro.
Die Anforderungen an klassische Office- und Administrationsrollen verändern sich rasant. Während der Schweizer Stellenmarkt insgesamt stagniert, geraten diese Berufsfelder unter starken Druck – getrieben von Automatisierung und Künstlicher Intelligenz. Dieser Artikel liefert exklusive Einblicke aus dem Adecco Group Swiss Job Index und zeigt, welche Profile besonders betroffen sind, wo neue Chancen entstehen und wie Unternehmen jetzt strategisch handeln sollten. 

Stellenmarkt unter Druck

Der Schweizer Arbeitsmarkt zeigt im dritten Quartal 2025 kaum Bewegung: Laut dem Adecco Group Swiss Job Index sank die Zahl offener Stellen um 0,2 % gegenüber dem Vorquartal und um 5,6 % im Jahresvergleich. Im Fokus stehen Verwaltungs-, Büro- und Administrationsberufe, die seit 2023 einen durchschnittlichen Stellenrückgang von 17,4 % pro Jahr verzeichnen. 

Technologischer Wandel als Treiber 

Automatisierung und generative KI übernehmen zunehmend Routineaufgaben wie Datenerfassung, Dokumentenmanagement und Standardkommunikation. Tätigkeiten, die früher menschliche Präzision erforderten, lassen sich heute digital abbilden. Besonders gefährdet sind Berufe mit hoher KI-Exponiertheit – also einem hohen Anteil an Aufgaben, die sich leicht automatisieren lassen. Dazu zählen Sekretariatskräfte, Buchhaltung, Datenerfassung und Callcenter-Mitarbeitende. Hier ist der Rückgang besonders stark. 

Neue Chancen in spezialisierten Bereichen und für neue Kompetenzen 

Nicht alle Office-Jobs sind rückläufig. Fachkräfte für unternehmensbezogene Dienstleistungen (bspw. in Eventplanung, Personalvermittlung oder Immobilienmanagement) verzeichnen ein Stellenwachstum von 12,2 % pro Jahr. Diese Tätigkeiten erfordern Verhandlungsgeschick, Branchenwissen und persönliche Interaktion. Dies sind Fähigkeiten, die KI nicht einfach ersetzt und wo menschliches Geschick gefragt ist.  

Interessant ist, selbst Profile, die eine Tertiärausbildung voraussetzen, sind nicht vor einem Stellenrückgang geschützt: Berufsgruppen mit überdurchschnittlichem Qualifikationsniveau, wie Führungskräfte oder betriebswirtschaftliche Fachkräfte, verzeichnen deutliche Einbrüche. Gründe dafür könnten organisatorische Straffungen und Effizienzgewinne sein. Das heisst, Weiterbildung bleibt wichtig, aber sie muss gezielt auf neue Kompetenzfelder wie Daten- und Prozessmanagement, KI-gestützte Dokumentenarbeit und Compliance ausgerichtet sein. 

Was Unternehmen jetzt tun sollten

  • Prozesse optimieren: Automatisierungspotenziale identifizieren und gezielt nutzen
  • Kompetenzen ihrer Mitarbeitenden weiterentwickeln: Fokus auf Datenmanagement, KI-gestützte Textarbeit und Compliance
  • Mitarbeitende einbinden: Weiterbildung und Umschulung muss eine strategische Priorität werden

Der Rückgang klassischer Office-Jobs ist kein kurzfristiger Trend, sondern Ausdruck eines tiefgreifenden Strukturwandels. Automatisierung und KI reduzieren Routinetätigkeiten, während spezialisierte Rollen an Bedeutung gewinnen. Unternehmen, die jetzt in digitale Prozesse und gezielte Weiterbildung investieren, schaffen die Basis für Effizienz und sichern sich den Zugang zu den Talenten, die den Unterschied machen.  

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