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Arbeitsmarkt Schweiz: Job Index zeigt Stabilisierung ohne Entwarnung

15 Minuten

January 29, 2026 - 7:00 AM


Nebelverhangene Flussufer mit historischen Gebäuden und teilweise vom Dunst verdeckten Kirchtürmen in einer europäischen Stadt.

Der Adecco Group Swiss Job Market Index zeigt im vierten Quartal 2025 nur eine leichte Belebung gegenüber dem Vorquartal Q3 2025 (+1.8%) und ein moderates Plus im Vorjahresquartal Q4 2024 (+2.4%). Insgesamt bleibt der Schweizer Arbeitsmarkt jedoch selektiv: Während einzelne Berufsgruppen wie Gesundheitsberufe, Führungskräfte sowie persönliche Dienstleistungen zulegen, zeigen andere eine rückläufige Entwicklung der Stellenausschreibungen, wie beispielsweise Hochschulberufe Informatik und Fachkräfte in KV, Verwaltung und Handel.   

Wichtig zur Einordnung: Alle Aussagen zu Berufsgruppen basieren auf einem Jahresvergleich 2024/2025 (Aggregat Q1–Q4 2025 vs. Q1–Q4 2024). Der Job Index selbst bezieht sich auf die Quartalsveränderung (Q4 2025 vs. Q3 2025) sowie die Vorjahresquartals‑Veränderung (Q4 2025 vs. Q4 2024).  

Karte der 5 Grossregionen der Schweiz mit regionalen Veränderungen

Regional fällt das Bild differenziert aus: In den wirtschaftlich bedeutenden Zentren Zürich (–8%) und Nordwestschweiz (–10%) sind die Rückgänge deutlich, während die Zentralschweiz leicht zulegt und die Stellenausschreibungen in wissensintensiven Feldern überdurchschnittlich zunehmen. Vorlaufindikatoren deuten auf eine gewisse Stabilisierung hin, aber noch nicht auf eine Trendwende. Das wirtschaftliche Umfeld bleibt jedoch eher gedämpft, denn die Beschäftigung und Erwerbstätigkeit stagnieren, die Arbeitslosigkeit tendiert nach oben. Für HR und Unternehmensleitungen bedeutet dies, den Fokus auf die sorgfältige Priorisierung bei Rekrutierung und Qualifizierung zu legen, Personal vorausschauender planen und ein konsequent datenbasiertes Vorgehen zu verfolgen. 

Tipps für HR Profis und Geschäftsführer:innen für die Personalplanung 2026 

  • Skills statt Stellen denken: Rekrutierungs- und Entwicklungsentscheidungen an kritischen Kompetenzen ausrichten (z. B. datengetriebene, koordinative und patientennahe Skills), nicht nur an starren Funktionsprofilen. 
  • Regionale Talentpools gezielt nutzen: Wachstumsregionen (z. B. Zentralschweiz bei IT/Soziales/Naturwissenschaften) für Remote-, Hybrid- oder Satelliten-Teams erschliessen. 
  • Frühzeitig umschulen und intern mobilisieren: Mitarbeitende aus rückläufigen Bereichen (z. B. KV/Verwaltung) systematisch in zukunftsfähige Aufgabenfelder entwickeln. 

Hinweis in eigener Sache: In einem selektiven Markt sichern festangestellte Mitarbeitende Stabilität, Know-how-Aufbau und Teamkohäsion. Gerade wenn Projekte länger dauern, erwarten Kund:innen Kontinuität und sensible Prozesse sollen nicht ständig neu eingelernt werden. Unser Feststellenvermittlungsservice unterstützt Sie dabei, passende Profile langfristig zu gewinnen und regional breitere Talentpools zu erschliessen – fundiert, diskret und datenbasiert. Kontaktieren Sie uns jetzt! 

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